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Tag 13 bis Ziel – Der Ritt nach Hause

Tag 13

 

Schön ausgeschlafen ging es gegen 15 Uhr auf Erkundungstour. Das Gelände ist wirklich was besonderes, überall kleine Hütten, mittem im Grünen. Man merkt das alles mit Herz gemacht ist, denn der Verein vor Ort hat das Gelände vom Staat gepachtet mit der Auflage die Natur zu bewahren. Es gibt Tipi-artige Holzhütten, eine Sauna direkt am Bachlauf und eine riesige Haupthütte mit einem Feuerkamin in der Mitte. Nach einer Estnischen Volkstanz-Vorführung gab es Freibier aufs Haus und ein Super Buffet. Die Nacht wurde durchgefeiert, inklusive Kolletivsauna und kleiner DJ Einlage von unserer Seite. Irgendwann sind dann doch alle in die Zelte gefallen, super Abend!

Morgen geht es nach Riga.

Tag 14

Heute war ein reiner Road-Tag, da wir aus irgendeinem Grund morgens auch nicht so recht von den Matten kamen. Gegen Abend kamen wir in Riga an und konnten uns unserer Tagesaufgabe widmen, einen Riesenturm 2 x umrunden und ein Foto mit den Autos davor machen. Leider standen wir vor verschlossenen Türen, das kann uns aber nicht aufhalten. Nach ein paar Verhandlungen hat uns der Nachtwächter die Pforten geöffnet und wir konnten sogar noch den Turm hochfahren. Hier bot sich ein super Ausblick mit beginnendem Sonnenuntergang.

Von hier oben konnte man einen Dirttrack nebenan sehen, der war bei näherer Betrachtung aber leider nicht fahrbar für uns. Die Auspuffanlagen liegen mittlerweile doch wieder etwas tiefer.

Im Anschluss haben wir uns ein Plätzchen zum Schlafen gesucht und den dringend benötigten Schlaf gefunden. Zuvor gab es allerdings noch selbstgemachte Burger, Rehabfood!

Morgen geht es zum Berg der Kreuze in Litauen!

Tag 15

Nach einer erholsamen Nacht und den allmorgendlichen Pancakes, ein bisschen Luxus muss ja sein, ging es los nach Litauen, den Berg der Kreuze zu besuchen. Hier sollten wir Ein eigenes Kreuz aufstellen und ein Foto davon machen.

Die Fahrt lief problemlos und wir kamen recht zügig vorwärts. Der Berg an sich ist beeindruckend und gruselig zugleich. Zigtausende Kreuze sind hier aufgestellt, ja teilweise sogar aufgehäuft worden. Wir stellten unsere Kreuze auf und liesen den Ort noch etwas auf uns wirken.

Danach besprachen wir die weitere Route und entschieden uns nach Danzig durchzufahren, um hier einen Tag off zu haben. Die Strecke entpuppte sich als langwieriger als gedacht, und wir kamen erst nach Mitternacht an. Schnell noch einen Snack und ab in die Zelte.

Morgen steht also ein Tag in Danzig / Sopot an, wir müssen zudem die Fotobeweise für unsere Tagesaufgaben ausdrucken und einkleben.

Kurzer Technik-Status: Die Wasserpumpe beim Osnabrücker SE röhrt mittlerweile übrigens ganz gut, wir sind aber zuversichtlich das die Kiste noch bis HH hält. Bei unseren Endtöpfen sind wir da nicht so sicher. Aber die stören ja eigentlich auch nur.

Tag 16

 

Wir haben heute mal ausgeschlafen, nichtsdestotrotz treibt es uns gegen 11 Uhr zur Strandpromenade. Hier gönnen wir uns ein dickes Frühstück in einem Beachclub, herrlich. Anschließend haben wir noch etwas am Strand flaniert, um dann unsere Tagesaufgabe anzugehen: die Beweisbilder zu unseren Challenges sortieren und ausdrucken, um diese dann ins Roadbook zu kleben.

Das Sortieren führte zu einigen Lachern, man was haben wir alles erlebt in den letzten zwei Wochen! Schnell war ein USB Stick präpariert, und nachdem wir die heutige Route gecheckt hatten, ging es ab auf die Straße. Auf dem Weg kamen wir an einem Einkaufszentrum vorbei, hier fanden wir auch einen Fotodrucker. Das Einkleben haben wir dann auf der Fahrt erledigt, das Roadbook wächst uns immer mehr ans Herz.

Heute fahren wir nach Stettin, um dann morgen direkt zum Ziel nach Hamburg zu starten.

Auf dem Weg kamen wir an einer Gartenparty lang, kurzentschlossen haben wir eine Chigagowende hingelegt und unser Glück versucht, denn wir mussten noch tauschen!

Unsere Tauschobjekte unterlagen seit Russland leider einer starken Abwärtskurve, was Ihre Wertigkeit anging, daher machten wir uns keine großen Hoffnungen für unser finales Tauschobjekt.

Mit einem Salzstreuer, und einem Pfefferstreuer bewaffnet versuchten wir also unser Glück. Und Felix war auf unserer Seite, ob es nun am Gemütszustand der Hausherren oder unserem beeindruckenden Polnisch lag, wir führten von Erflog gekrönte Verhandlungen.

Von einem Ei und einer Karrotte, über zwei Packungen Reis, landeten wir am Ende bei einem Jesuskreuz. Wir dachten zunächst, wir würden nun ein kleines Holzkreuz bekommen, aber weit gefehlt, wir haben nun einen dicken Steinsockel (der Pfeffer) und ein 40 Kilo schweres Steinkreuz (das Salz) an Bord. Unglaublich, hier passte einfach wieder alles zusammen! Und das beste daran: wir konnten unsere getrennten Tausche beider Fahrzeuge in einem finalen Tausch vereinen, ein bisschen Bromantisch.

Nun spulten wir die letzten Kilometer nach Stettin ab, und schlugen das letzte Mal unser Lager auf. Es fühlt sich an als ob wir erst gestern gestartet wären. Der Geruch in unseren Benz sagt uns aber etwas anderes.

Morgen geht es nach Hause!

Tag 17

Wartet mal, Tag 17? Irgendwie haben wir es geschafft einen Tag mehr zu berichten… Muss an dem Fluxkompensator liegen, da ist so ein Geräusch in der Zeitleitung… oder an der fehlenden Nacht im Norden, egal!

Heute ist der letzte Tag. Im Team herrscht gleichzeitig Vorfreude auf die Heimkehr und Trübsal über das Ende der Rallye.

Für uns war es eine unglaubliche Erfahrung, die besonders feswegen so wertvoll ist, weil wir sie im Team hinter uns gebracht haben. Und dieses Team besteht aus ganz unterschiedlichen Charakteren, alle kein Blatt vor dem Mund, das hätte auch schief gehen können. Aber wir haben zusammengearbeitet und jeder hat seine besonderen Fähigkeiten eingebracht.

Wir haben zig mal unsere Zelte aufgebaut, unser Lager aufgestellt, Fische gefangen, unzählige Stunden hinter dem Lenkrad verbracht, Aufgaben gelöst, sind mehr als einmal über unseren Schatten gesprungen, haben die Koffer auf dem Dachkorb verzurrt, die Karren im Vorfeld umgebaut und hergerichtet, und auch während der Rallye das eine oder andere Problemchen beseitigt. Diese Erfahrungen haben uns zusammengeschweißt, das kann uns keiner nehmen.

Nun bleibt uns nicht viel über als die letzten Kilometer abzuspulen und unsere Damen, unsere Familien und unsere Freunde wieder in die Arme zu schließen. Das versüßt uns den Abschied von diesem Abenteuer.

Doch die nächsten Tage und Wochen über wird die Rallye sicher noch präsent sein, aus verschiedenen Gründen.

Es gilt auszupacken, wir müssen die Karren wieder herrichten, und wir werden unseren Film schneiden, denn wir haben fleißig gefilmt. So eine Rallye vergisst man wohl nicht so schnell.

Ganz zum Schluss möchten wir nochmal allen Helfern, unseren Freunden, Familien und Partnern, den Spendern, und nicht zuletzt den vielen Sponsoren danken! Eure Unterstützung hat die Rallye erst möglich gemacht, auf so viele verschiedene Weisen.

<3 <3 <3 Eure RallyeBoyz

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