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Tag 8 bis 12 – long long ride…

Tag 8

Wir werden immer schneller beim Aus- & Einpacken, die Routine kehrt ein. Schnell ein paar Stullen geschmiert und ab auf die Straße. Heute müssen wir einen Funkturm in der Nähe von Ivalo finden, hier gilt es ein Stück Feuerholz vom Start mit möglichst vielen anderen Teams zu verbrennen. Auf dem Weg konnten wir noch ein paar Auspuffschellen erstehen, zur Sicherheit, Russland steht vor der Tür. Am Spot waren dann auch schon einige Teams am Start, so dass wir uns entschieden mit allen zusammen zu Campen.

Küche & Zelte aufbauen ist mittlerweile in ein paar Minuten erledigt. Zusammen mit Team KIG (Kochen im Gelände) haben wir dann mal unsere kulinarische Seite ausgelebt. Es gab Maiskolben vom Grill, eine ordentliche Bud Spencer Pfanne, Brötchen aus dem Schwedenofen, Salat, eine Hacknudelpfanne und Käse mit eingelegtem Fisch.

Um 12 gab es Kuchen, Bier und Jägermeister mit allen, denn Max hatte Geburtstag, sein nördlichster Geburtstag bis jetzt, und sicher auch der hellste, denn die Sonne geht noch immer nicht unter. Der Rest des Abends lief dann völlig gesittet bei Tee und Saft ab, und alle waren früh im Bett…

Morgen geht es nach Russland, mal gucken ob wir die Drohne über die Grenze kriegen!

Tag 9

Zum Frühstück haben wir heute erst mal mehr oder weniger alles Verderbliche weggefuttert, das soll nämlich zu Problemen an der Grenze führen. Der Weg zur Grenze war unspektakulär, und auch der Übertritt lief problemlos ab. Die Grenzer halten uns jetzt für Profifischer, denn alle Koffer sind voll mit „Fishing-Equipment“
„wink“-Emoticon

Nach der Grenze haben wir die Hobel schön vollgetankt, weit unter einem Euro der Liter. Dazu zwei Tüten Blenjes gegen den Hunger. Die Strecke nach Murmansk war sehr abenteuerlich, erst Sand, dann Schotter und alles mit riesen Schlaglöchern. Nun ging es an den Task oft he Day, das Kola Super Deep Borehole zu finden. Hier haben die Russen über 12 km in die Tiefe gebohrt. Am Ende wurden Mikros runtergelassen und auf den Aufnahmen waren Schreie und Stimmen zu hören, okaaaaay.

Die Suche war nicht ganz ohne, aber nach diversen Umwegen und einer halben Stunde Turbo Offroad, kamen wir dann an einer riesen Ruine an. Hier war alles verwüstet, aber noch viel Inventar vorhanden. Gruselig reicht da als Beschreibung nicht aus, wenigstens wird es nicht Dunkel! Auf dem Rückweg haben wir es noch mal richtig haken lassen, Quer zurück zur Hauptstraße. Das haben ein GoPro Case und ein Federanschlagsdämpfer nicht überlebt, aber wo gehobelt wird gibt es nun mal Späne.

Nun geht es Richtung St. Petersburg, wir werden die Nacht durchfahren, da die Russische Landschaft doch eher langweilig ist.

Tag 10

Wir sind immer noch auf der Straße, und diese sieht auch nach 24h noch genauso aus wie ab Murmansk, das ist schon heftig. Bei einer kurzen Frühstückssession auf einem Rastplatz hat uns das Geheul von Wölfen und einige Langsam vorbeifahrende, vollgetönte Porsche Cayenne dann doch davon überzeugt zügig weiterzufahren. Immerhin wird die Straße ab und zu von ewig langen Baustellen unterbrochen, die dem Fahrwerk dann wieder alles abverlangen, aber auch für Abwechslung sorgen.

Gegen Mittag haben wir irgendwo im Nirgendwo in einem lokalen Restaurant gegessen, wir waren uns nicht ganz sicher was wir nach der Bestellung bekommen würden, lagen aber mit einer Soljanka und Schaschlikspießen richtig. Das Essen war super, und auch hier wieder sehr Preiswert.

Auf den Parkplätzen entlang der Strecke gab es immer wieder Auffahrrampen um sein Fahrzeug von unten zu kontrollieren, die Chance wollten wir uns nicht engehen lassen. Leider gingen die S-Klassen aufgrund mangelnder Bodenfreiheit nicht auf die Rampen, aber wir konnten die Schräge trotzdem nutzen um die Auspuffe wieder einzuängen und beim Osnabrücker SE neue Auspuffschellen zu montieren, die hatten wir wohl irgendwo beim Kola-Bohrloch verloren. Der Unterboden ist verbeult, aber sonst ganz gut in Schuss, top!

Das Ziel für heute ist St-Peterburg, morgen müssen wir dort einen geheimen Hinweis in einer Bar abholen!

Tag 11

Nachdem wir 36 Stunden auf der Straße waren haben wir uns gestern Abend ein Hotel gegönnt. Nach dem Motto ganz oder gar nicht wurden es dann auch 5 Sterne, soll sich ja auch lohnen! Wir checkten also ins Soca Palace Bridges ein, aber nicht ohne eine Story aufzutischen um uns einen Discount zu verschaffen. Wir waren nun ein Rugby Team das am nächsten Tag gegen die lokale Mannschaft trainieren sollte, leider wurde aber unser Hotel gecancelt und wir brauchten nun ein neues.

Es gab nur noch 2 Superior Rooms und eine Juniosuite, naja was solls. Nach der Beseitigung unseres verwahrlosten Eindrucks, haben wir uns ein paar Drinks an der Bar gegönnt. Es sollte noch weitergehen, St. Petersburg bei Nacht, da muss doch was gehen, auch an einem Montag.

Der Barkeeper rief uns ein paar Taxen die uns in den Nachtleben Distrikt fuhren, hier muss man übrigens auf die Öffnungszeiten der Brücken achten. Da unser Hotel auf der Insel in St- Pete lag, und alle Brücken nachts für einen bestimmten Zeitraum hochgeklappt werden, ist man für diese Zeit isoliert.

Wir sind in den erst besten Laden mit lauter Musik gestiefelt und hatten direkt einen Treffer gelandet. Zum Rest des Abends: Die Russen wissen auf jeden Fall auch wie man feiert!

Morgen geht es nach Talinn, Estland

Tag 12

Leider haben wir das Frühstück verpennt, aber da wir unser wichtiges Rugbyspiel ja erst um 16 Uhr bestreiten mussten, hatten wir gestern noch einen Late Checkout bis 14 Uhr klargemacht.

Genug Zeit also für ne ausgiebige Runde im Spa und einen Anruf beim Zimmerservice, es gab Club Sandwiches. Nach dem Checkout düsten wir direkt zur Strandbar, der Task of the Day besagte beim Barkeeper gegen ein Passwort einen geheimen Hinweis abzuholen, hierbei handelte es sich um einen Sticker der einen Discount beim Hostel nebenan bringen würde.

Wir entschieden uns aber weiter nach Estland zu fahren, dort steigt morgen die 2. Party der Rallye. Nach dem Shopping in St. Pete fiel uns auf, das wir mit unseren 1,8 Kilo Entrecote Probleme an der Grenze bekommen würde. So haben wir den Plan angepasst und uns vor der Grenze ein Plätzchen zum Grillen gesucht.

Die russische Seite der Grenze war gewohnt ruppig und unentspannt, hier ging aber zum Glück trotzdem alles schnell. Auf der finnischen Seite wurden wir mehr als herzlich willkommen geheißen, hier brauchen wir locker 15 Minuten, aber auch nur weil die Grenzer Selfies mit unseren Karren machen mussten.

In Estland hellte sich unsere Stimmung merklich auf, unglaublich was für einen Unterschied so eine Landergrenze machen kann. So spulten wir die letzten Kilometer bis Raudsilla locker ab, und errichteten vor Ort schonmal das Basecamp. Eine Runde pennen und steht die 2. Party an!

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